Der Faustregel nach teilt man Content in seinen Kanälen am besten nach dem 20-80-Prinzip. Also etwa zu 20% eigene und zu 80% fremde Inhalte. Ich habe allerdings häufig bei Kunden und selbst bei einer Marketing-Agentur, für die ich gearbeitet habe, erlebt, dass nicht gerne fremde Inhalte geteilt werden. Der Ausspruch: „Aber dann mache ich doch Werbung für die Konkurrenz.“ war dabei oft zu hören. Warum Angst vor kuratiertem Content unnötig ist, erkläre ich dir anhand von 5 Argumenten.

Tatsächlich wurden meine Redaktionspläne bei meiner Arbeit als Social-Media-Managerin oft genug nicht durchgewunken, weil zu viel fremder Content enthalten war. Warum? Ganz einfach, in den Köpfen der Verantwortlichen sitzt eine gewisse Angst fest. Angst Kunden an die Konkurrenz zu verlieren, Werbung für andere zu machen und dann selbst leer auszugehen oder nicht mithalten zu können, z. B. wenn kuratierter Content häufiger geteilt wird, als eigener.

Diese Ängste sind ein Stück weit nachvollziehbar und vielleicht hast du dich auch schon so gefühlt, aber letztlich behindern sie dich nur, wenn du mit Content Marketing wirklich erfolgreich sein möchtest. Also befreie dich davon. Die sind nur Ballast und ich verspreche dir, dass kuratierte Inhalte deinem Unternehmen nicht schaden.

Content Marketing lebt zu einem Großteil von kuratiertem Content. Das hängt mit der sozialen Komponente von Social Media zusammen. Eine starke Selbstbezogenheit kommt in den Kanälen nicht gut an. Aus dem einfachen Grund, dass niemand rund um die Uhr lesen will, wie toll dein Unternehmen ist.

Das bedeutet nicht, dass nicht genug Interesse für deine Leistung und deine Inhalte vorhanden ist, aber es gibt so etwas wie Übersättigung. Und mal ehrlich, wenn du selbstbewusst fremde Inhalte teilst, macht das doch einen viel besseren Eindruck als sich unsicher hinter eigenem Content zu verstecken, so nach dem Motto: Das reicht schon. Du ermüdest damit irgendwann deine Follower oder die Inhalte sind von minderer Qualität, weil du mit der Erstellung nicht hinterher kommst. Nicht so tolle Aussichten, oder?

Hier habe ich 5 Gründe, warum du keine Angst vor kuratiertem Content haben musst und wie er dir als Unternehmer nutzt, dich in deiner Branche zu positionieren.

1. Du baust dir einen Status als Experte auf

Alle Inhalte, die du teilst, siehst du dir vorher an und bewertest, ob sie einen Nutzen für deine Follower haben. Du fungierst hier als Filter und nimmst deiner Zielgruppe dadurch Arbeit ab. Wenn deine Besucher merken, dass du regelmäßig hochwertige Inhalte teilst, nehmen sie dich als Experte deiner Branche wahr. Es kommt dabei nicht darauf an, ob alle Inhalte von dir erstellt wurden, sondern funktioniert auch mit kuratiertem Content.

2. Mit kuratiertem Content Abwechslung für deine Follower bieten

Du investierst Sorgfalt und viel Mühe in die Erstellung deiner Inhalte, aber auch wenn du regelmäßig herausragenden Content produzierst, schleicht sich schnell Eintönigkeit ein. Nicht, weil dein Content uninteressant ist, sondern weil du einen ganz bestimmten Stil, deine Perspektiven und Stärken hast. Durch das Teilen fremder Inhalte bringst du Vielfalt in deinen Feed und sorgst dafür, dass deinen Lesern stets neue Blickwinkel auf dein Thema geboten werden.

3. Du bleibst mit deinem Unternehmen im Gespräch

Gerade als Solounternehmer wirst du nur einen begrenzten Zeitrahmen haben, um neben dem Verkauf deiner Leistung und administrativen Aufgaben eigenen Content zu erstellen. Im Gegensatz zu großen Unternehmen mit Marketing-Abteilung und entsprechenden Budgets, die sich allein auf die Content-Erstellung konzetrieren können, musst du dir deine Zeit überlegt einteilen. Mit dem Teilen von kuratiertem Content bleibst du als Solopreneur im Gespräch und nimmst dir selbst Druck.

4. Mehr Zeit, deine eigenen Inhalte zu erstellen

Deine Leser wollen mit Inhalten gefüttert werden, damit sie nicht das Interesse verlieren. Regelmäßigkeit ist hier das A und O. Wenn du aber händeringend damit beschäftigt bist genug eigenen Content zu erstellen, um die Bedürfnisse deiner Follower zu bedienen, leidet die Qualität. Überlege mal, wie viel Content du brauchst, um am Tag die 8-10 Tweets ´rauszuhauen, die empfohlen werden. Ganz davon abgesehen, dass du vermutlich mehrere Kanäle betreibst und diese unterschiedliche Anforderungen mitbringen. Damit du genug Zeit hast deinen hochwertigen Inhalt zu erstellen, teilst du am besten auch kuratierten Content. So schaufelst du dir Zeit frei, die du in die Recherche, Vor- und Nachbereitung deiner eigenen Inhalte stecken kannst.

5. Vernetzung mit Influencern deiner Branche durch das Teilen von kuratiertem Content

In deiner Branche gibt es bereits einige Meinungsführer, auch Influencer genannt. Sie haben eine große Reichweite und genießen das Vertrauen ihrer Leser. Follower, die du natürlich auch anziehen möchtest. Mit den Influencern eine Beziehung aufzubauen, indem du ihre Inhalte bei dir teilst und bei ihnen kommentierst, hilft dir dich zu vernetzen und auch deine Reichweite zu erhöhen. Deine Zielgruppe wird auf dich aufmerksam und du bekommst Gelegenheit sie von deiner Leistung zu überzeugen. Erfolg ist ansteckend, das gilt auch online. Wenn du dich mit erfolgreichen Menschen vernetzt, wirst auch du selbst erfolgreicher sein.
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Photo via Unsplash

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