Call to Action richtig auf deiner Website einsetzen, inklusive Pop-Ups

Call to Action richtig einsetzen inklusive Pop-Ups

Wenn du dich mit Online Marketing beschäftigst, wird dir der Begriff Call to Action sicher bereits begegnet sein. Häufig begegnet man diesen in Form von Pop-ups auf Websites und Blogs. Bestimmt kennst du solche Aufforderungen auch, z. B. für Newsletter-Anmeldungen. Im Prinzip eine feine Sache, aber mit Bedacht einzusetzen, wenn du deine Besucher nicht vergraulen willst.

Call to Action – was versteht man überhaupt darunter?

Ein Call to Action – oft mit CTA abgekürzt – begegnet dir im Marketing in verschiedenen Formen. Das können Pop-up-Fenster sein, die sich im Vordergrund öffnen, oder Buttons innerhalb eines Blogartikels und verteilt auf der Website. Es handelt sich dabei um eine Handlungsaufforderung, meist zusätzlich farblich abgesetzt oder auf andere Weise hervorgehoben, damit sie potentiellen Kunden besser ins Auge fällt.

Du forderst damit deine Website- oder Blog-Besucher auf, eine von dir gewünschte Handlung auszuführen. Das kann ein Kauf sein, eine Anmeldung zu deinem Newsletter, das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder eine Anmeldung zu deinem Webinar. Die Möglichkeiten sind natürlich vielfältig und abhängig von deiner Branche, deinem Angebot und den Bedürfnissen deiner Zielgruppe.

Das Problem mit den Pop-Ups

Kennst du das? Du hast gerade einen interessanten Beitragstitel angeklickt, um den Artikel zu lesen, weil die Headline dich neugierig gemacht hat. Aber kaum, dass du einen Absatz gelesen hast, taucht ein Pop-up-Fenster in deinem Sichtfeld auf. Im schlimmsten Fall verdeckt es den gesamten Beitrag, wenn du zum Beispiel gerade auf dem Smartphone liest. Es hindert dich am Weiterlesen und meist findest du nicht mal auf Anhieb das Kreuzchen, um das störende Übel wegzuklicken, damit du weiterlesen kannst.

Genervt? Ich auch. Wenn ich nicht mal 1 Minute in Ruhe lesen kann, bevor sich Pop-Ups in mein Bewusstsein drängen und ich unterbrochen werde, löst das bei mir genervtes Augenrollen aus. Zu 99 % habe ich dann keinen Bock mehr. Also klicke ich den gesamten Beitrag weg. Conversion gleich Null und Absprungrate gesteigert. Ziel verfehlt.

Das ist wie im Supermarkt. Wenn ich nur schnell mal eben ‚reinspringen will, um kurz was zu besorgen und seit dem letzten Besuch wieder alle Regale umgeräumt wurden. So verlasse ich den Laden genervt oder verärgert, aber bestimmt nicht kaufwillig. Genau so geht es mir – und sicher auch vielen deiner Kunden – mit Pop-Ups. Die Kunst besteht also darin, eine gesunde Balance zu finden oder ganz auf sie zu verzichten.

So nutzt du Pop-Ups sinnvoll ohne zu nerven

Ein farblich abgesetzter Button ist und bleibt ein Button an Ort und Stelle. Er fällt mir auf und dann kann ich entscheiden, was ich tue. Wenn mich der Content auf einer Website überzeugt, klicke ich vermutlich den Button an, weil ich mehr will. Mehr Informationen, ein Freebie, um das Angebot zu testen, oder ein Produkt, das ich nun unbedingt kaufen möchte.

Ein Pop-Up-Fenster ist hingegen wie eine lästige Fliege. Es taucht immer dann auf, wenn ich es nicht brauchen kann und ist lästig, da schwer wegzuklicken. Mein Pegel an Genervtheit steigt bei Pop-Ups rapide. Vielleicht geht es dir nicht so, ich persönlich habe aber – wenn es um das Thema CTA geht – eine besonders geringe Toleranzgrenze im Bezug auf Pop-Ups.

Der Schlüssel ist hier eine gesunde und für deine Leser angenehme Variante zu finden, damit es ihnen nicht so geht wie mir. Wenn es schon ein Pop-Up sein muss, dann stelle es so ein, dass es nicht nach 1 Minute schon aufploppt. Am besten so, dass es kurz vor Ende des Artikels erscheint. Dazu musst du natürlich vorher die Lesezeit einschätzen. Aber wer sich bis zum letzten Absatz deinen Artikel durchgelesen hat, wird sich an dieser Stelle nicht mehr von einem Pop-Up vertreiben lassen. Nicht mal ich, obwohl ich die Dinger nun wirklich nicht ausstehen kann. Kommt das Pop-Up aber zu früh am Anfang, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Leser genervt abspringen. Wäre doch schade, um deinen wertvollen Content, oder?

Halte außerdem Abstand davon dein Call to Action mehrfach einzublenden. Wer einmal das Pop—Up wegklickt, ist beim zweiten oder dritten Mal nicht geneigter die Handlung auszuführen als vorher, also lass es besser gleich. Auch CTA sind Teil der User Experience und diese willst du so angenehm und übersichtlich wie möglich gestalten.

Wähle einen passenden Call to Action

Kommen wir nochmal auf die Buttons zurück. Sie befinden sich an einer festen Stelle und buhlen nicht durch Bewegung um Aufmerksamkeit. Du kannst sie überall da platzieren, wo es Sinn ergibt. Sogar nach jedem zweiten Absatz deines Beitrags, wenn du magst. Deine Leser werden sie bemerken. Sie sollten farblich abgesetzt sein und Aufmerksamkeit erregen, aber sich insgesamt gut in dein Design integrieren.

Ist Interesse da, klicken deine Besucher auch darauf. Wenn nicht, dann vielleicht ein anderes Mal, weil jetzt gerade noch nicht der richtige Zeitpunkt war. Penetranz ist nicht immer zielführend. Mache deine Besucher auf dein CTA aufmerksam, aber umschwirre sie nicht auf lästige Weise damit. Sonst machst du es nicht besser als die alten Hasen der Outbound-Marketing-Schiene mit Werbeflyern im Briefkasten und unerträglichen Ohrwurm-Werbejingles. Es gibt schon einen Grund, warum Pop-Up-Blocker so beliebt sind.

Natürlich kannst du auch deine Besucher testen und schauen was funktioniert. Wenn dir beim Monitoring auffällt, dass die Absprungrate gestiegen ist, seit du mit Pop-Ups arbeitest, dann versuche sie zu optimieren oder wähle einen anderen Weg für dein CTA. Andererseits kommt vielleicht gerade deine Zielgruppe super mit Pop-Ups aus und ignoriert stattdessen Buttons – wer weiß?

Pop-Ups und ich werden nie Freunde werden, obwohl ich ihren Nutzen aus Marketing-Sicht natürlich verstehe. Egal ob du sie nun verwendest oder nicht: Wähle deinen CTA mit bedacht und denke dabei kundenorientiert. Klar willst du werben, aber vertraue auch darauf, dass deine Leser sich von deiner Content-Qualität überzeugen lassen.
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Photo via Unsplash

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