Erfahrungsbericht: Pinterest Traffic – Boardbooster oder Tailwind

Erfahrungsbericht - Pinterest Traffic mit Boardbooster oder Tailwind

Pinterest gilt als Traffic-Wunder und Traffic ist das A und O für eine Website, daher habe ich im Januar mein Pinterest-Konto für Content Füchsin erstellt. Zur Auswahl standen mir dann für die Optimierung meiner Pinterest-Aktivitäten zwei bekannte Tools: Boardbooster oder Tailwind. Beide habe ich kostenlos getestet, um zu entscheiden, welches Tool für mich sinnvoll ist. Nachfolgend berichte ich von meinen Erfahrungen, um dir bei der Entscheidung zu helfen, wenn du Pinterest ebenfalls für dein Content Marketing nutzen möchtest.

Nachtrag Juni 2018: Bedauerlicherweise musste Boardbooster am 28.06.2018 seine Dienste einstellen, da mit Pinterest keine Einigung erzielt werden konnte. Aktuell bleibt daher zunächst nur Tailwind als Pinterest-Planungs-Tool erhalten. Persönlich werde ich mich noch einmal mit Tailwind auseinandersetzen, hoffe jedoch irgendwann ein vergleichbares Tool wie Boardbooster zu finden, da ich die Bedienung intuitiver und weniger umständlich fand. Gegebenenfalls wird dieser Beitrag künftig ergänzt, wenn es hierzu neue Informationen gibt.

Warum überhaupt ein Tool für Pinterest?

Für Pinterest gilt genau wie bei allen anderen Social-Media-Plattformen eine wichtige Regel: regelmäßige Aktivität und Kontinuität. Doch der manuelle Aufwand, der nötig ist um Pinterest effektiv zu nutzen, wäre ohne ein unterstützendes Tool kaum zu bewältigen.

Es wird empfohlen täglich zwischen 10-30 mal zu pinnen, damit du mit deinen Maßnahmen erfolgreich bist und sich die gewünschte Sichtbarkeit einstellt, die letztlich zu mehr Traffic auf deiner Website führt. Dabei kommt es natürlich auch darauf an für das Pinnen die richtigen Zeiten zu wählen.

Ohne Automatisierung wird dies je nach Frequenz für dich schnell zu aufwändig. Bei meiner Suche nach Tools für Pinterest bin ich sofort auf Boardbooster und Tailwind gestoßen. Beide helfen bei der Automatisierung und beim Monitoring der Maßnahmen.

Ich hatte also die Qual der Wahl und entschied mich beide Tools kostenlos eine Weile zu testen, um anschließend zu wählen in welches Tool ich investieren würde.

Pinterest mit Tailwind – so geht’s

Meinen Test startete ich mit Tailwind. Das Tool ist von Pinterest anerkannt und bietet in der Free-Trial-Version die Möglichkeit die ersten 100 Pins kostenlos zu pinnen. Wie schnell diese aufgebraucht sind, hängt natürlich davon ab mit welcher Frequenz du pinnen möchtest, um deine Zielgruppe zu bedienen. Da ich noch in der Try-and-Error-Phase war, dauerte es ca. 3 Wochen bis ich diese verbraucht hatte.

Über den Scheduler planst du, zu welchen Zeiten deine Pins in deinen Boards ausgespielt werden. Tailwind schlägt hierzu bereits passende Slots vor, die für deine Zielgruppe günstig sind. Du kannst aber auch selbst Slots zu bestimmten Zeiten erstellen. Über das Browser-Plugin von Tailwind fügst du dann bequem jederzeit Blogartikel und Pins anderer zu deiner Warteschleife hinzu, während du online unterwegs bist. Sind die Pins im Slot gespeichert, können sie beliebig ergänzt oder bearbeitet werden, bevor sie veröffentlicht wurden. Zum Beispiel Reihenfolge, Uhrzeit, Wochentag usw.

Pinterest mit Boardbooster – so geht’s

Boardbooster bietet dir in der Free-Trial-Version insgesamt 500 Pins an, was dem Monats-Abo zu 5$ entspricht. Je nachdem wie viel du pinnst, kannst du also bereits einen kompletten Monat das Boardbooster-Tool testen. Auch Boardbooster arbeitet mit einem Scheduler. Hierzu wird zu jedem deiner Boards ein geheimes Abbild erstellt. Auf dieses geheime Board pinnst du nun via Pinterest-App oder im Browser die Pins, die du mit deiner Zielgruppe teilen möchtest.

Im Scheduler legst du die Zeitspanne und Tageszeit fest, zu denen Boardbooster deine Pins ausspielen soll. Diese werden dann vom geheimen Board auf das öffentliche Board gepinnt und so innerhalb der geplanten Zeitspanne zu den besten Zeiten geteilt.

Eine praktische Funktion bei Boardbooster erlaubt zudem das Beobachten und Analysieren bestimmter Boards anderer User (Board Monitor) oder Keywords (Search Agent). Nach den von dir vorgegebenen Kriterien sammelt Boardbooster Pins von diesen Boards, die gut laufen und speichert sie in deinen geheimen Boards. Ebenso ist es möglich eine kontinuierliche Suche nach bestimmten Keywords laufen zu lassen und auch hier die erfolgreichsten Pins auf die geheimen Boards zu pinnen.

Bei beiden Funktionen hast du die Möglichkeit vor Veröffentlichung jeden Pin freizugeben oder automatisch alles laufen zu lassen und etwas Ausschuss in Kauf zu nehmen. Auch hier wird deine Entscheidung vermutlich abhängig davon sein, wie viel du pinnen möchtest und wie hoch der Aufwand einer manuellen Prüfung wäre. Es ist übrigens möglich, bereits gepinnte Pins auf deinen geheimen Boards stehen zu lassen, um diese später erneut zu pinnen.

Boardbooster oder Tailwind – das können die Tools sonst noch

Neben dem jeweiligen Scheduler bieten beide Tools weitere interessante Möglichkeiten mit denen du deine Pin-Aktivitäten optimieren kannst.

Bei Tailwind gibt es so genannte Tribes. Tribes haben nur eine Funktion und alle Mitglieder verfolgen das gleiche Ziel: mehr Reichweite für Ihre Pins generieren. Das läuft ähnlich wie bei Pinterest-Gruppenboards.

Die Vorteile der Tribes liegen auf der Hand. Man sorgt dafür, dass die richtigen Leute den eigenen Content zu Gesicht bekommen und findet zugleich hochwertigen Content zum Teilen von anderen. Tribes ermöglichen das einfache und direkte Netzwerken mit Gleichgesinnten und alle profitieren. Die Board-Funktion erlaubt außerdem das speichern deiner Pins nach Kategorien, sodass du die Pins später leichter erneut pinnen kannst.

Auch Boardbooster bietet Tribes an, welche auf die gleiche Weise arbeiten wie die von Tailwind. Zusätzlich gibt es aber auch noch die Kampagnen. Diese helfen dir dabei deinen Content regelmäßig auf den Gruppenboards zu teilen, bei denen du Mitglied bist.

Besonders interessant ist bei Boardbooster außerdem die Looping-Funktion. Nach von dir festgelegten Kriterien werden deine eigenen Boards mit besonders vielen Pins nach gut laufenden Pins durchsucht. Deine neuen Follower haben bestimmt viele deiner ersten Pins noch nie gesehen.

Über das Looping sucht Boardbooster die besten Pins heraus und teilt sie in einem von dir bestimmten Rhythmus erneut auf deinem Board. Anschließend wird analysiert welcher Pin besser läuft und weniger erfolgreiche Duplikate werden gelöscht. Auch dazu kannst du ganz genau festlegen, was gelöscht werden darf oder nicht.

Die Fakten – Zusammenfassung

Tailwind

Kostenpunkt: 120$/Jahr für eine unbegrenzte Zahl von Pins
Scheduler inklusive Timeslot-Empfehlung
Boards – Sammeln und erneutes Pinnen gut laufender Pins
Tribes (wie Pinterest-Gruppenboards)
Monitoring und Analyse der Pins, Follower, Reichweite, Zeiten usw.

Boardbooster

Kostenpunkt: 5$/Monat für 500 Pins, 10$/Monat für 1000 Pins usw.
Scheduler mit Ausgabe zu festgelegten Zeitspannen
automatisierte Pin-Suche via Search Agent oder Board Monitor
Tribes (wie Pinterest-Gruppenboards)
Kampagnen: Einfaches Pinnen auf Gruppenboards
Looping: Alte Pins, die gut laufen automatisch erneut pinnen
Monitoring von Follower-Wachstum, besten Posting-Zeiten usw.

Mein persönliches Fazit- dieses Tool hat mich überzeugt

Zunächst einmal steht fest, dass beide Tools – Tailwind und Boardbooster – das Pinnen ungemein erleichtern. Nachdem ich meine Testphase bei Tailwind abgeschlossen hatte und den Test von Boardbooster startete, stellte ich aber schnell fest, dass die Handhabung von Boardbooster für mich intuitiver war und mir insgesamt leichter von der Hand ging.

Die empfohlenen Timeslots bei Tailwind gaben ohne manuelle Konfiguration außerdem gelegentlich meine Pins zu Uhrzeiten mitten in der Nacht aus, die für meine Zielgruppe wenig Sinn ergaben. Zwar habe ich mich nur 3 Wochen mit dem Tool befasst, aber ohne manuelle Eingriffe liefen immer wieder Pins ins Leere. Bei Boardbooster konnte ich gleich eine feste Zeitspanne festlegen und dann per Monitoring prüfen was funktionierte. Nach regelmäßigen Anpassungen läuft mein Pinterest-Account nun zu Höchstform auf und die Follower-Zahlen – insbesondere aber die Traffic-Werte – wachsen stetig an.

Durch Tailwind habe ich für mich keine kurzfristigen Erfolge feststellen können, doch nach der Einrichtung von Boardbooster waren schnell Verbesserungen von Traffic, sowohl auf Pinterest als auch auf meiner Website, zu erkennen.

Die Fakten zu meiner Wahl – Boardbooster

Aus meiner Sicht hat klar Boardbooster den Test gewonnen. Aktuell nutze ich das 5$-Abo mit 500 Pins im Monat und komme damit gut klar. Aufstocken kann ich ja immer noch. Besonders mag ich die Looping-Funktion, um meine älteren Pins erneut zu teilen.

Aber auch der Search Agent und der Board Monitor gefallen mir gut, denn beide Funktionen ermöglichen automatisierte, aber durch mich genau gesteuerte, Content-Kuration für meine Boards. Eine nützliche Sache. Die beiden Sourcing-Agenten sind allerdings mit zusätzlichen Kosten von 0,01$/Pin verbunden, daher nutze ich sie nur gelegentlich.

Für das manuelle Pinnen von unterwegs schätze ich zudem die geheimen Boards. Wenn ich einen guten Pin finde, pinne ich ihn einfach auf eines dieser Boards und Boardbooster gibt diesen irgendwann zu den von mir festgelegten Zeiten aus, ohne dass ich mir dazu noch Gedanken machen müsste.

Tailwind hätte ich vielleicht umfangreicher testen müssen, aber da dies durch die begrenzte Anzahl Pins nicht möglich war und ich mich bei Boardbooster schneller zurechtfand, bevorzuge ich persönlich aktuell ganz klar das Boardbooster-Tool für Pinterest.

Empfehlen möchte ich dir, zunächst beide Tools zu testen und dann zu entscheiden, ob Boardbooster oder Tailwind die richtige Wahl ist. Ich glaube, dass es stark von persönlichen Präferenzen und Bedürfnissen abhängt, welches Tool passt und sinnvoller ist. Ich hoffe mit meinem Beitrag konnte ich dir einen Überblick verschaffen.

Hier noch einige aktuelle Zahlen von meinem Pinterest-Account:

43 Follower
72,9k Betrachter pro Monat
2,4k Interaktionen pro Monat

Vergleich Februar 2018 vor Nutzung eines Tools:

19 Follower
9k Betrachter pro Monat
0,3k Interaktionen

Hier noch einige Screenshots zur Entwicklung der Zielgruppenreichhweite

Pinterest Reichweite Februar 2018

Pinterest Reichweite Februar 2018

Pinterest Reichweite April


Falls du schon Erfahrungen mit einem oder beiden Tools gemacht hast, freue ich mich über deine Meinung dazu!

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